Ausklang – oder: worum es mir gerade geht
In meinem Garten wird Veränderung für mich greifbar.
Dort erinnere ich mich, wie Veränderung riecht.
Ich sehe, was sich wandelt,
wirke ein, werde berührt.
Leben, das mich lehrt, still zu werden.
Im Tango finde ich Klarheit und Hingabe.
Kein Suchen nach Fehlern,
nur das Lauschen auf Verbindung.
Der Moment zählt – nicht das Ankommen.
Die Bienen zeigen mir,
dass das Ganze mehr ist als wir.
Ein Körper aus Vielen.
Und dass Teilen manchmal das Weiterleben bedeutet.
Ich begegne Grenzen –
in Beziehungen, in Vorhaben, im Anspruch.
Scheitern macht mich demütig.
Es zeigt, was bleibt, wenn nichts funktioniert.
Ich staune über Dunkelheit und Sonne,
über das Rufen der Raben,
über alles, was wächst, auch im Verborgenen.
Und ich frage mich,
wie man Erfahrungen kompostiert,
damit soziale Systeme wieder atmen.
Damit Leben weiterfließt.