BASICS
Methoden & Hintergründe
Ich arbeite mit Ansätzen, die Bewusstsein schaffen, Systeme in Bewegung bringen und Veränderung nicht als linearen Prozess verstehen – sondern als lebendigen, manchmal unbequemen, immer sinnvollen Weg.

Methoden sind keine Werkzeuge, die man einfach anwendet.
Sie sind Haltungen. Sprachen, mit denen man Komplexität berührt.

Hier eine Auswahl von Grundlagen, mit denen ich arbeite – nicht vollständig, aber charakteristisch.
  • Systemische Organisationsentwicklung
    Der systemische Blick richtet sich nicht auf das „Problem“, sondern auf das Ganze.
    Organisationen sind lebendige Systeme – nicht Maschinen.
    Was wir als Störung erleben, ist oft ein Signal: ein Hinweis darauf, dass etwas im System sich wandeln möchte.
    Systemische Arbeit heißt, diese Dynamiken sichtbar zu machen – damit etwas Neues entstehen kann, das wirklich trägt.
  • Dragon Dreaming
    Dragon Dreaming verbindet Träumen, Handeln und gemeinsames Feiern.
    Es ist ein kreativer und partizipativer Ansatz für Projekte, die Wandel ermöglichen – inspiriert von Systemtheorie, Chaosforschung und der Weisheit der australischen Aborigines.
    Dragon Dreaming ermutigt, Projekte so zu gestalten, dass sie dem Leben dienen: persönlich, kollektiv und ökologisch.
    Jede Idee beginnt mit einem Traum. Und jedes Projekt ist ein soziales Abenteuer.
  • Prozessarbeit
    Prozessarbeit – nach Arnold Mindell – ist radikale Präsenz.
    Sie lädt ein, wahrzunehmen, was ohnehin da ist: Spannung, Emotion, Körper, Stille.
    Nicht dagegen arbeiten, sondern damit.
    Probleme werden zu Türen. Widerstände zu Lehrern. Veränderung zu Bewegung.
    Prozessarbeit ist weniger Methode als Haltung: Wach bleiben. Mitgehen. Lernen, dem Fluss zu trauen.
  • Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
    GFK ist keine Technik, sondern eine Praxis des Verstehens.
    Sie geht davon aus, dass wir alle die gleichen Bedürfnisse haben – nur unterschiedliche Strategien, sie zu erfüllen.
    Wenn wir lernen, zu hören, was wirklich gemeint ist, entsteht Verbindung statt Verteidigung.
    Klarheit statt Nettigkeit.
    Empathie als radikale Form der Ehrlichkeit.
  • Deep Democracy
    Deep Democracy lädt alles ein – auch das, was unbequem, leise oder irrational ist.
    Nicht nur Meinungen zählen, sondern auch Emotionen, Intuitionen, Körpersignale.
    Alles darf Teil des Prozesses sein.
    So entsteht Tiefe statt Konsens, Wahrheit statt Harmonie.
    Diese Haltung schafft Bewegung, wo Systeme erstarrt sind – in Gruppen, Organisationen, Gesellschaften.
  • Theory U & Presencing (Otto Scharmer)
    Der U-Prozess beschreibt, was passiert, wenn wir wirklich zuhören – mit Kopf, Herz und Willen.
    Nicht aus der Vergangenheit heraus handeln, sondern aus der Zukunft, die entstehen will.
    Loslassen. Hören. Warten, bis sich das Neue zeigt.
    Theory U ist keine Methode des Machens, sondern des Geschehenlassens.
  • Leibphilosophie
    Leibphilosophie – u. a. nach Annegret Stopczyk – versteht den Menschen als leiblich wahrnehmendes Subjekt. Der „Leib“ ist dabei kein Objekt, sondern ein Feld von Empfindung, Beziehung und Bedeutung.
    Im Zentrum steht das implizite Spürwissen: feine Signale, die Orientierung bieten, bevor Sprache und Analyse einsetzen. Veränderung zeigt sich als leibliche Verschiebung und bildet die Grundlage für Entscheidungen, Kommunikation und Gestaltung.
    Die Haltung fördert Präsenz, Resonanz und die Fähigkeit, leibliche Hinweise als Teil professioneller Urteilsbildung einzubeziehen.
  • Myroagogik – Begleitung von Trauerprozessen
    Myroagogik (nach Dr. Jorgos Canacakis) ist ein intensiver, verkörperter Zugang zu Trauer.
    Sie verwandelt Schmerz in Lebendigkeit.
    Statt „loszulassen“, geht es darum, dem, was weh tut, Raum zu geben – bis sich etwas wandelt.
    Trauer ist kein Defekt. Sie ist eine Kraft.
    Myroagogik schafft Räume, in denen das spürbar wird.
  • Restorative Circles
    Ein Kreis. Menschen, die sich zuhören.
    Kein Gericht, keine Schuld.
    Restorative Circles (nach Dominic Barter) entstehen dort, wo Konflikte weh tun – und wo Beziehung Heilung braucht.
    Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern wieder in Kontakt zu kommen.
    Ein radikal menschlicher Ansatz für Verantwortung, Verbindung und Gemeinschaft.
  • Restorative Circles
    Ein Kreis. Menschen, die sich zuhören.
    Kein Gericht, keine Schuld.
    Restorative Circles (nach Dominic Barter) entstehen dort, wo Konflikte weh tun – und wo Beziehung Heilung braucht.
    Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern wieder in Kontakt zu kommen.
    Ein radikal menschlicher Ansatz für Verantwortung, Verbindung und Gemeinschaft.
  • Permakultur
    Permakultur ist mehr als nachhaltiges Gärtnern – sie ist eine Ethik des Gestaltens.
    Wie kann ein System so gebaut sein, dass es sich selbst erhält?
    Was in der Natur funktioniert, funktioniert auch in Organisationen: Vielfalt, Kreisläufe, Balance.
    Permakultur lehrt, weniger zu tun und mehr zu verstehen.

  • Quellen & Lehrer:innen
    Meine Arbeit ist geprägt von einer Vielzahl systemischer, prozessorientierter und partizipativer Ansätze – und von Menschen, die sie verkörpern.

    Lehrer:innen, die meinen Weg besonders beeinflusst haben:
    Jorgos Canacakis, Sobonfu Somé, Stephen Jenkinson, Raphael Cushnir, Nada Ignatovic-Savic, Kelly Bryson, Dominic Barter, John Croft, Max Schupbach, Daan van Kampenhout

Ich arbeite zudem mit Elementen aus systemischer Aufstellungsarbeit, Visionsarbeit, Social Dreaming, Embodiment, Community Building, System Dialogue, Tribal Technologies, Experience Design und Prozessbegleitung.

Mit Learning Design, digitalen Tools, Poesie, Raum, Körper und Humor.


Alles, was hilft, Prozesse erfahrbar, ästhetisch und wirksam zu machen.


Nicht Theorie, sondern Praxis.

Nicht reden – verkörpern.

Made on
Tilda